OLED-Sensoren und Mikrodisplays

Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Mobile Minicomputer und -geräte wie Mobiltelefone, Smartphones, elektronische Terminplaner usw. sind aus unserem alltäglichen Leben fast kaum mehr wegzudenken. Natürliche Grenzen des menschlichen Sehvermögens werden mehr und mehr von innovativen Displaytechnologien überwunden.

Schlüssel der Innovation: OLED-auf-Silizium

OLED-Technologie bietet erstmals die Möglichkeit, hoch effiziente Lichtquellen auf Silizium-Untergründen zu realisieren. Die möglichen Anwendungen sind endlos: Lichtschranken, Flusssensoren oder Fingerabdrucksensoren sind nur eine kleine Auswahl von Beispielen wie OLEDs für sensorische Anwendungen genutzt werden können. Daneben ist die OLED-auf-Silizium-Technologie insbesondere für den Einsatz in Mikrodisplays prädestiniert.

OLED-Mikrodisplays sind besonders für optische Sucher in Digitalkameras, Projektoren, Projektionsflächen sowie den wachsenden Markt der tragbaren Bildschirme interessant. OLED-auf-Silizium-Untergründen macht es aber zum Beispiel auch möglich, optische Emitter und Licht empfindliche Sensoren auf einem Chip in einer Gitterstruktur anzuordnen und auf diese Weise ein bidirektionales Mikrodisplay zu erzeugen, also ein Gerät, das gleichzeitig Bildinformationen wiedergibt und empfängt. Das Display liefert Informationen an den Nutzer und erkennt und verarbeitet gleichzeitig sein Handeln. Der Nutzer nimmt die normale Umwelt wahr, empfängt jedoch zusätzliche Informationen über eine mit einem bidirektionalen Mikrodisplay ausgerüsteten Datenbrille (Augmented Reality, AR). Diese Bildinformation kann in Folge der Interaktion des Nutzers willentlich oder unbewusst vom Betriebssystem eingespielt werden, so dass der Nutzer Befehle ohne manuelle Bedienung oder den Einsatz von Sprache durch einfache Augenbewegung auslösen kann.

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